Dein Blick, der tief in meine Seele sah,
so unbeschwert, meinem Herzen so nah.
Beflügelte den Geist, die Träume, so Gott will,
ist jetzt Dunkelheit, so nah am Herzen ist‘s still.
Ein Netz aus Zweifeln hält uns eisig fest.
Sitzt tief der Stachel, der uns nie wieder verlässt.
Wie Ebbe und Flut zieht mein Herz hin und her,
ein endloser Kampf, verloren im tosenden Meer.
Das Wort zu ergreifen, scheint ein hartes Stück,
zu oft wurde deine Liebe stets leidvoll gedrückt.
Der dunkle Wolkenbruch, meiner eignen Zeit,
zerschlägt das Band, das dein Herz und Seele schreit.
Dein Misstraun türmt sich hoch wie graue Mauern,
der Weg versperrt, nur Schatten, die noch lauern.
Gewonnen und verloren, von Hoffnung getrennt,
bleib ich im Schatten – bis du meinen Namen nennst.
© 2018